
Smart Grid | Smart Metering | Elektromobilität
Kommunikative Vernetzung und Steuerung intelligenter Stromnetze
Seit Mitte der 90er Jahre hat in der Telekommunikation ein Umbruch stattgefunden: das zentral administrierte Single-Service-Telefonnetz hat sich zu einem dezentralen Multi-Layer-, Multi-Provider- und Multi-Service-Netz gewandelt. Im Bereich der Stromversorgungsnetze hat ein vergleichbarer Wandel begonnen: die Entwicklung von Smart Grids. Als nächste Generation von Stromnetzen, die neben dem herkömmlichen Stromtransport auch bidirektionale Datenkommunikation erlauben, genügen Smart Grids den zukünftigen Anforderungen an einen energieeffizienten und dezentralen Netzbetrieb.
Im GIP Research Institute laufen verschiedene Entwicklungsprojekte, um auf Basis der Xyna Factory den kommunikationstechnischen Aspekt von Smart Grids zu realisieren und zu optimieren.
Erfassung, Transport und Auswertung digitaler Zählerdaten
Eine Vorstufe von Smart Grids ist die Einführung von Smart Metering, also der digitalen Verbrauchsmessung von Strom, aber auch von anderen Utility-Komponenten (Gas, Wasser, Wärme, usw.). Die elektronischen Messdaten werden über eine Kommunikationsinfrastruktur (z.B. DSL oder Mobilfunk) an den Anbieter übermittelt und können auch vom Endverbraucher jederzeit eingesehen werden. Durch Smart Metering kann in einem Smart Grid z.B. der durchschnittliche Strombedarf und Lastspitzen erkannt, gespeichert und zu Rechnungszwecken und zur Optimierung des Energieverbrauches ausgewertet werden.
Für diese Bereiche entwickelt das GIP Research Institute intelligente Lösungen für Netzbetreiber und Service-Provider zur flexiblen Automatisierung entsprechender Smart Metering-Geschäftsprozesse auf Basis der Xyna Factory.
Neue Netze und innovative Dienste für Elektrofahrzeuge
Nach Plänen der Bundesregierung soll sich Deutschland zu einem Innovationsführer und Leitmarkt für Elektromobilität entwickeln. Die Herausforderung bei diesem Umstieg ist neben der Entwicklung von Elektrofahrzeugen insbesondere die Schaffung einer Infrastruktur und eines intelligenten Energienetzmanagements zur Sicherstellung der Mobilität und zur Versorgung der Fahrzeuge.
Mit zunehmender Marktdynamik werden Konzepte, Methodik und Technologien für den Aufbau, die Planung und den Betrieb von Elektromobilitätsnetzen notwendig – hier setzt die GIP mit der Xyna Factory und der Erfahrung aus über 15 Jahren Telekommunikationsnetzen an. Die Xyna Factory kann als Automatisierungsplattform für Elektromobilitätsnetze dienen, welche u.a. die im Netz verfügbaren regenerativen und konventionellen Energien effizient und effektiv auf die Energieverbraucher abbildet und auch die notwendigen Abrechnungsvorgänge (Bezahlung und Vergütung) abwickelt.
Ein erstes Projekt in diesem Bereich ist das kooperative BMWi-Projekt „StroPa“Forschungsprojekt „StroPa“ für Stromparkplätze der Zukunft, welches gemeinsam mit den Unternehmen juwi R&D und FroSys sowie dem Fraunhofer IWES und der TU Kaiserslautern durchgeführt wird.